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„Was ist Zukunft?“ und „Mein Waltrop”: Die Flüchtlingshilfe zeigt gleich zwei Ausstellungen im Waltoper Rathaus

Ausstellungseröffnung im Waltroper Rathaus mit Bürgermeisterin Nicole Moenikes (2vr), Gesamtschullehrerin Ina Otto, Karen Ayad, Schülerin und Mitwirkende am Projekt “Was ist Zukunft?”, sowie Bernd Schäfer, Fotograf und Initiator der Projekte. Foto: Hasan Ayad

Ausstellungseröffnung im Waltroper Rathaus mit Bürgermeisterin Nicole Moenikes (2.v.r), Gesamtschullehrerin Ina Otto, Karen Ayad, Schülerin und Mitwirkende am Projekt „Was ist Zukunft?”, sowie Bernd Schäfer, Fotograf und Initiator der Projekte. Foto: Hasan Ayad

Gleich zwei interessante Ausstellungen sind derzeit im Waltroper Rathaus (Münsterstraße 1) zu sehen – beide sind initiiert von der Flüchtlingshilfe Waltrop.

19 Geflüchtete geben ihre Antwort auf die Zukunftsfrage

Die Ausstellung zum Projekt „Was ist Zukunft?“ stellt eine schwierige Frage: Aus der Perspektive von Menschen, die in einem Kriegs- oder Krisengebiet leben, ist Zukunft ist Luxus, wenn das Dach über dem Kopf weggebombt wird,man nachts im überfüllten Schlauchboot auf dem Meer treibt oder auf den Ausgang des Asylverfahrens wartet.

Haben wir eine Zukunft? Foto: B. Schäfer

Haben wir eine Zukunft? Foto: B. Schäfer

In diesen Situationen hat man das eigene Leben nicht mehr in der eigenen Hand. Wie geht man in solchen, schier ausweglos erscheinenden, Situationen damit um? Die 19 in dem Projekt porträtierten und interviewten Menschen haben darauf eine Antwort gefunden. Flucht war eine ihrer Optionen, sich das Leben wieder anzueignen. Zuversicht die andere, um neue Perspektiven zu schaffen. Daraus sind Handlungsräume entstanden.

Die auszugsweise wiedergegebenen Interviews, spiegeln dies. Zusammen ergeben sie eine Narration des Überlebens. Die Herkunftsländer der interviewten Menschen sind unterschiedlich. Sie entsprechen den aktuellen Konflikträumen, wie sie durch die Presse bekannt sind: West- und Nordafrika, Iran, Irak, Syrien, Libanon, Afghanistan.

Mit den Worten: „Waltrop hat keinen Platz für Rassismus” eröffnete Bürgermeisterin Nicole Moenikes die Ausstellungen „Was ist Zukunft?” und „Mein Waltrop” und betonte die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure hinsichtlich der anstehenden Integrationsaufgaben.

Zweite Ausstellung: Wie sehen Geflüchtete und Einheimische Waltrop?

„Mein Waltrop” wird parallel zum Projekt „Was ist Zukunft?”  gezeigt. Die Wahrnehmung des eigenen Umfelds ist soziokulturell geprägt und für Außenstehende oft nicht nachvollziehbar. Wer darüber kommunizieren will, sollte die Ansichten der anderen kennen.

Mein Waltrop – Collage

Mein Waltrop – Collage

Wie sehen Jugendliche aus einheimischen Familien ihre Stadt und wie nehmen Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien diese wahr? Gibt es Gemeinsamkeiten, was sind die Unterschiede und worauf fokussieren die Jugendlichen überhaupt?

Was liegt da näher, als interessierten Jugendlichen eine Kamera in die Hand zu drücken, damit sie ihre Umgebung ablichten? Das hat die Flüchtlingshilfe getan. Das Ergebnis wird jetzt ebenfalls ausgestellt: 30 Ansichten von Jugendlichen dieser Stadt.

„Mein Waltrop“ ist ein Projekt der Flüchtlingshilfe, das in Zusammenarbeit mit der Realschule und der Gesamtschule entstanden ist. Gefördert wurde es im Rahmen des Bundes-Förderprogramms „Demokratie Leben“.

VertreterInnen der verschiedenen Ratsfraktionen, der Stadtverwaltung aber auch interessierte BürgerInnen nahmen die Gelegenheit wahr, sich in die Ausstellungen einführen zu lassen und verließen diese sichtlich beeindruckt und nachdenklich.

Mehr Informationen zur Flüchtlingshilfe gibt es hier:www.fluechtlingshilfe-waltrop.de